Kurz gesagt: Gundermann (Glechoma hederacea) ist eine heimische Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Im NUI VITAL SKIN Repair Balm steckt er als Ölauszug in Sonnenblumenöl – beide stehen ganz vorne in der Inhaltsstoffliste. Dazu kommt Noni aus Tahiti, als Fruchtpüree und als Kernöl. Entwickelt hat den Balsam die NUI Genossenschaft nach der Rezeptur einer Vorarlberger Naturkosmetikerin. Hergestellt wird er im Bregenzerwald.
Inhalt
- Was ist Gundermann?
- Vom Küchenkraut zur Bierwürze: Wo Gundermann früher vorkam
- Wie kommt Gundermann in einen Balsam?
- Warum Noni dazugehört
- Vom Hausrezept zur ersten Charge
- Warum Violettglas?
- Häufige Fragen
- Fazit
Was ist Gundermann?
Gundermann ist eine niedrige, kriechende Pflanze. Seine Stängel liegen am Boden, wurzeln immer wieder neu und bilden mit der Zeit einen dichten Teppich. Die Pflanze wird selten höher als 20 Zentimeter. Die Blätter sind lang gestielt, nieren- bis herzförmig und am Rand grob gezähnt.

Im Frühling, etwa von April bis Mai, erscheinen die Blüten: klein, blauviolett, zu zweit oder zu dritt in den Blattachseln. Gundermann gehört zur Familie der Lippenblütler – wie Minze, Salbei und Thymian. Das merkst Du, wenn Du ein Blatt zwischen den Fingern zerreibst: Es duftet würzig, harzig und ein wenig nach Minze.

Weitere Namen sind Gundelrebe und Erd-Efeu. Der botanische Name Glechoma hederacea bedeutet so viel wie „efeuartig“. Mit dem Efeu ist der Gundermann aber nicht näher verwandt. Er wächst in Wiesen, an Gebüschen und Waldrändern, von der Ebene bis ins Bergland, und ist in weiten Teilen Europas zu Hause. In Mitteleuropa gehört er zu den häufigen Pflanzen.
Eine Pflanze vom Waldrand, eine Frucht aus der Südsee – und dazwischen ein Rezept aus Vorarlberg.
Vom Küchenkraut zur Bierwürze: Wo Gundermann früher vorkam
Heute übersehen wir den Gundermann meist. Früher hatte er in vielen Haushalten einen festen Platz. Die jungen Blätter wurden im Frühling gesammelt und als Gemüse gekocht, unter anderem in Gerichten zum Gründonnerstag. Wegen seines würzigen Geschmacks diente er auch als Gewürz – daran erinnert der alte Name „Soldatenpetersilie“.
Die vielleicht überraschendste Rolle spielte er beim Bierbrauen. Bevor sich der Hopfen durchgesetzt hat, gaben Brauer Gundermann ins Bier. Seine Bitterstoffe sollten das Bier länger haltbar machen.
Angebaut wurde Gundermann dagegen selten. Man hat ihn gesammelt, wo er ohnehin wuchs. Genau das macht ihn für uns interessant: eine Pflanze, die direkt vor unserer Haustür wächst und trotzdem fast vergessen ist.
Wie kommt Gundermann in einen Balsam?
Frisches Kraut allein lässt sich nicht in einen Balsam rühren. Deshalb wird der Gundermann zuerst in Öl angesetzt. Für unseren Balsam geschieht das in Sonnenblumenöl, in einem sogenannten Warmansatz. Auf einen Teil Kraut kommen dabei rund sechseinhalb Teile Öl. So gehen die fettlöslichen Bestandteile der Pflanze ins Öl über.
Dieser Ölauszug ist die Basis des NUI VITAL SKIN Repair Balm. Das siehst Du auch an der Inhaltsstoffliste auf dem Etikett. Sie ist nach Menge geordnet, und ganz vorne stehen:
- Helianthus Annuus Hybrid Oil – das Sonnenblumenöl, in dem der Gundermann angesetzt wird
- Glechoma Hederacea Flower/Leaf/Stem Extract – der Gundermann selbst, aus Blüten, Blättern und Stängeln
Danach folgen Bienenwachs, Noni, Wollwachs und Sheabutter. Die Wachse und die Butter machen aus dem Öl einen festen Balsam. Wasser steht erst an achter Stelle – der Repair Balm ist also kein Gel und keine leichte Creme, sondern ein reichhaltiger Balsam auf Ölbasis.

Warum Noni dazugehört
Bei NUI dreht sich seit Jahren alles um die Noni-Frucht aus Tahiti. Wie sie von Französisch-Polynesien zu uns nach Vorarlberg kommt, erzählen wir im Beitrag
Noni-Herkunft: Von Tahiti nach Vorarlberg.

Im Repair Balm steckt Noni gleich zweimal:
- als Fruchtpüree – in der Inhaltsstoffliste unter Morinda Citrifolia Fruit Juice, an vierter Stelle
- als Noni-Kernöl – Morinda Citrifolia Seed Oil. Dieses Öl lässt NUI eigens aus den Samen der Noni-Frucht gewinnen.
So treffen im Tiegel zwei Welten aufeinander: eine unscheinbare Pflanze vom Waldrand und die Frucht, für die NUI steht. Dazu kommen Calophyllum-Öl aus den Samen des Tamanu-Baums, Sheabutter, ein Extrakt aus Sanddorn-Beeren sowie ätherische Öle aus Lavendel, Nanaminze, Rosengeranie und Karottensamen.
Vom Hausrezept zur ersten Charge
Die Idee zum Balsam stammt nicht aus einem Labor, sondern aus der Praxis. Eine Vorarlberger Naturkosmetikerin hat die Rezeptur über Jahre entwickelt und in kleinen Mengen selbst gerührt. Die NUI Genossenschaft hat daraus ein Produkt gemacht, das sich in grösserer Menge herstellen lässt. Dabei hat sich einiges verändert:
- Ein neues Konservierungssystem. Weil der Balsam auch Wasser und Noni-Püree enthält, braucht er einen Schutz vor Keimen. Wir setzen dafür Sodium Levulinate und Sodium Anisate ein. Ein externes Prüflabor hat das System im April 2026 an einem Labormuster geprüft: Die zugesetzten Keime konnten sich über vier Wochen nicht vermehren.
- Rosengeranie statt Rosenholz. Das ursprüngliche Rezept enthielt Rosenholzöl. Der Rosenholzbaum steht unter internationalem Artenschutz. Wir haben ihn durch Rosengeranie ersetzt.
- Eine vollständige Inhaltsstoffliste. Ätherische Öle enthalten von Natur aus Duftstoffe wie Linalool oder Limonen. Die EU hat die Liste der Duftstoffe, die einzeln angegeben werden müssen, 2026 deutlich erweitert. Auf unserem Etikett sind sie mit einem Sternchen markiert. So erkennst Du sofort, ob ein Stoff dabei ist, auf den Du empfindlich reagierst.
- Ehrlich deklariert. Der Balsam enthält Bienenwachs, Wollwachs und Propolis. Er ist deshalb nicht vegan – und wir schreiben das auch nicht drauf.
Hergestellt wird der Balsam bei Metzler in Egg, mitten im Bregenzerwald, in kleinen Chargen. Warum uns kurze Wege wichtig sind, liest Du im Beitrag
Regionale Herstellung und ihre Vorteile.
Warum Violettglas?
Den Repair Balm füllen wir in Tiegel aus dunklem Violettglas, mit 30 oder 50 ml. Wir haben uns bewusst für Glas entschieden. Das dunkle Glas hält viel Licht vom Inhalt fern. Trotzdem gilt, was auf dem Etikett steht: Lagere den Tiegel trocken und lichtgeschützt. Nach dem Öffnen ist er sechs Monate haltbar.

Auch beim NUI NONI Original setzen wir auf dunkles Glas. Warum, erklären wir im Beitrag
Schutz und Qualität in Schwarzglasflaschen.

NUI VITAL SKIN Repair Balm
Reichhaltiger Pflegebalsam mit Gundermann und Noni. Im Violettglas-Tiegel, 30 oder 50 ml.
ab CHF 36.80
Häufige Fragen
Was ist Gundermann?
Gundermann (Glechoma hederacea), auch Gundelrebe genannt, ist eine heimische Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Er wächst kriechend an Wiesen, Hecken und Waldrändern und blüht im Frühling blauviolett.
Wie riecht Gundermann?
Würzig und harzig, mit einer Note von Minze. Das passt zu seiner Familie: Auch Minze, Salbei und Thymian sind Lippenblütler.
Ist Gundermann mit Efeu verwandt?
Nein. Der Name hederacea bedeutet zwar „efeuartig“, und ein anderer Name ist Erd-Efeu. Botanisch gehört Efeu aber zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie.
Ist der NUI VITAL SKIN Repair Balm vegan?
Nein. Er enthält Bienenwachs, Wollwachs (Lanolin) und Propolis. Die vollständige Inhaltsstoffliste findest Du auf der Produktseite.
Wie lange ist der Balsam nach dem Öffnen haltbar?
Sechs Monate. Das zeigt das Tiegel-Symbol mit „6M“ auf dem Etikett.
Fazit
Gundermann ist eine der unscheinbarsten Pflanzen am Wegrand – und eine mit Geschichte, vom Frühlingsgemüse bis zum Bier vor der Hopfenzeit. Im NUI VITAL SKIN Repair Balm bildet er zusammen mit Sonnenblumenöl die Basis. Noni aus Tahiti kommt als Fruchtpüree und Kernöl dazu. Die Rezeptur stammt aus Vorarlberg, hergestellt wird im Bregenzerwald, abgefüllt in Violettglas. Das passt zu dem, was wir unter dem NUI-Dreiklang aus Pflanze, Mensch und Gemeinschaft
verstehen: Wir wollen wissen, woher eine Zutat kommt – und Dir genau das erzählen.

Enrico Mandl
Enrico Mandl ist Vorstand der NUI Genossenschaft in Dornbirn. Er hat den Repair Balm von der ersten Zutatenliste bis zur ersten Charge begleitet.
Transparenz-Hinweis
Dieser Beitrag beschreibt Pflanze, Rezeptur und Herstellung – bewusst ohne Wirkversprechen. Die vollständige Inhaltsstoffliste, Anwendung und Warnhinweise findest Du auf der Produktseite.
Quellen
– Info Flora, Glechoma hederacea L.: https://www.infoflora.ch/de/flora/glechoma-hederacea.html – Wikipedia, Gundermann: https://de.wikipedia.org/wiki/Gundermann





